Besser bloggen – Oder: Dieses Blogger-Wissen hätte ich gerne schon vor 4 Jahren gehabt

Im Juli sind es schon 4 Jahre, die ich blogge. Dabei hat alles mit einem Facebook Account angefangen (heutzutage ist es sicher etwas anders, da fängt alles mit einem Instagram Account an). Ich merkte, dass ich mehr zu sagen hatte, als einfach nur einen Satz unter einem Bild und so setzte ich am 01.07.2015 meinen Blog auf. Zeit vergeht so schnell. Der vorletzte Blog-Geburtstag ist auch schon etwas her 🙂 Heute, nach fast 4 Jahren und viel selbstsicherer, sehe ich viele Dinge aus einem anderen Blickwinkel und würde rückblickend vieles anders machen – besser bloggen eben 🙂 Auf der anderen Seite sind es ja gerade die Erfahrungen, die einen weiter bringen (vor allem, die negativen…)

meine Tipps zum besser bloggen nach 4 Jahren

Also möchte ich zu dem Thema „besser bloggen“ ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern. Für 4 Jahre bloggen geben ich nun meine Top 4 Blogger-Tipps an euch 🙂 Allerdings will ich eher auf das inhaltliche besser bloggen und nicht auf technische Komponenten eingehen.

Besser bloggen #1: Finde dich Selbst

Nicht ganz so einfach gesagt wie getan, nicht wahr? Ich weiß… schnell habe ich mich von anderen verunsichern lassen und habe versucht, einigen nachzueifern und Dinge genau so zu machen wie andere, die ich cool fand. Inspiration an unterschiedlichsten Stellen und von den Lieblings-Bloggern holen ist gut, aber kopieren einfach solltest du so wenig wie möglich.

Heute weiß ich, dass dieser Druck nach Perfektion absoluter Blödsinn ist, denn nur wenn man wirklich man selbst ist und sein eigenes Ding macht, wird man auch wiedererkannt und kann sich etwas aufbauen. Nun bin ich dahingehend viel entspannter und einfach ich selbst. 🙂

Besser bloggen #2: Auf Bildqualität achten

Bilder sagen mehr als tausend Worte. Das habt ihr sicherlich ebenfalls schon tausend mal gehört, nicht wahr? Aller Anfang ist schwer und das bedeutet auch, dass man in gewissen Dingen noch reinwächst. Gute Bilder zu schießen ist am Anfang eine große Herausforderung. Ich wollte zu viel, quasi alles auf einmal, hatte wenig Ahnung von Bildkomposition, Kameras, Brennweiten und Bildbearbeitung.

Trotzdem hätte ich mich, rückblickend gesehen, mehr mit der Bildqualität und Bearbeitung befassen müssen. Am Besten hätte ich ein Workshop oder einen Fotokurs besucht. Jedoch lag damals für mich der Fokus mehr auf dem Schreiben, als auf den Bildern.

Online gibt es ohne Ende Informationen zu den Themen:

  • Welche Kamera soll ich mir besorgen mit einem Budget von X EUR?
  • Welche Objektive eignen sich am besten für Fashion oder Portraits?
  • Technische Funktionsweise der Kamera
  • Licht und Bildkomposition

Da kann man Tage wenn nicht Wochen mit verbringen. Dennoch sollte man vieles einfach mal selber ausprobieren. Geht in einen Laden, knipst dort ein paar Bilder und lasst euch ein paar Modelle zeigen. Schaut was die anderen Blogger benutzen und fragt nach Tipps zum besser bloggen 🙂 Wenn ihr Lust habt, klickt euch auch gerne auch mal auf meinem Instagram-Profil @beccygarcia durch und folgt mir, wenn es euch gefällt 🙂

Besser bloggen #3: Follower sind nicht alles

Ich meine hiermit nicht, dass Follower unwichtig sind, ganz im Gegenteil. Es kommt jedoch darauf an, dass du auch die richtigen, echten Follower hast, die sich für deine Posts interessieren. Als Newcomer wird dir vermutlich erst mal suggeriert, dass die Anzahl der Follower auf Instagram das absolut Wichtigste auf diesem Planeten sind, um erfolgreich zu bloggen. Damals habe ich mich dermaßen verrückt gemacht und wusste die Blogs anderer nicht so zu schätzen, wie ich das das nun tue.

Heute weiß ich es besser und mache mir keinen Druck mehr. Lieber wenige und dafür echte und treue Follower, als gekaufte und/oder inaktive. Wenn der Druck diesbezüglich auch einmal weg ist, dann macht das alles viel mehr Spaß und die echten Follower, die sich wirklich für deinen Content interessieren, kommen mit der Zeit von ganz alleine 🙂

Besser bloggen #4: Authentizität

Hierbei gilt es, ehrlich zu sich selber zu sein. Möchtest du wirklich bloggen? Oder geht es dir nur darum, viel „geschenkt“ zu bekommen? Eines kann ich direkt vorweg sagen: Es erfordert viel Arbeit, Disziplin und Zeiteinsatz, um konstant vernünftigen Content zu erstellen, Fotos zu machen und auf den sozialen Medien aktiv zu sein. Geschenkt gibt es gar nichts. Das ist auch nicht der Sinn der Sache. Es geht doch vielmehr darum, über etwas zu schreiben, wofür man sich begeistern kann und wo man zu 100% hinter steht.

Ich erinnere mich noch an meine ersten Kooperationsanfragen, denn ich freute mich wie ein kleines Kind. Damals noch recht unsicher und schüchtern nahm ich sehr viele (vor allem kleinere) Kooperationen an. Egal wie absurd die Anforderungen noch waren. Irgendwie war ich der Meinung, erst mal „rein kommen“ zu müssen, damit sich auch andere Kunden für mich interessieren. Totaler Quatsch!

Aus diesem Grund habe ich seit diesem Jahr besonders streng meine Kooperationen ausgewählt, da ich mehr auf Qualität statt Quantität setzen möchte. Und da ich Vollzeit berufstätig bin, möchte ich mir dieses Privileg erlauben und kann so zu 100 % für Authentizität stehen, was mir auch viel wichtiger ist.  🙂

Wie sind eure Erfahrungen?

Ich könnte zu diesem Thema immer weiter schreiben. 🙂 Was meint ihr zum Follower-Wahn? Nutzen euch meine Tipps zum besser bloggen? Wie war euer Anfang und wo habt ihr euch am meisten verbessert?

Hättet ihr Interesse zu einem bestimmten Thema oder möchtet was genauer wissen? Dann schreibt mir in die Kommentare. 🙂

Eure Rebecca

Der Tag an dem ich beschloss, mein Leben zu ändern

Heute gibt es mal einen ganz anderen Beitrag von mir. Derzeit bin ich in einem Lebensabschnitt, wo einfach mal alles super läuft. Ich habe einen Vollzeitjob der mir Spaß macht, das Studium, welches ich berufsbegleitend absolviere, läuft auch und ich habe tolle Freunde, mit denen ich gerne meine Zeit verbringe. Und die Liebe meines Lebens habe ich auch gefunden. 🙂

Auch wenn das alles zeitweise ziemlich stressig ist, bekomme ich das alles doch sehr gut unter einem Hut. Vor allem ist mein Blog in den letzten Monaten extrem gewachsen. Sowohl auf Instagram, als auch hier erfreue ich mich an meine Follower und Leser. Hier auch mal ein herzliches Dankeschön. 🙂

Ich kann wirklich sagen, dass ich glücklich bin. Noch nie habe ich soviel Glück und Frieden empfunden wie jetzt. 🙂

Doch das war nicht immer so…..

Das ist gar nicht mal solange her. So ungefähr drei Jahre. Da war das alles ganz anders….

Im Nachhinein empfinde ich das so, als hätte die ganze Zeit eine Wolke über mir geschwebt und es hätte auf mich herab geregnet.

Damals schon hatte ich einen ziemlich guten Job und habe auch berufsbegleitend studiert. Ich war in einem Verein, wo ich fast 10 Jahre lang Querflöte spielte. Freunde hatte ich auch und einen ziemlich großen Bekanntenkreis – bedingt durch das Vereinsleben. Ich wohnte mit meinem damaligen Freund in der gemeinsamen Wohnung in der Voreifel.

Eigentlich hätte ich glücklich sein müssen. Denn ich hatte doch eigentlich alles, was man gebraucht hätte, um glücklich zu sein. Eigentlich…..

Glücklich sein bedeutet, auch mal an sich zu denken

Rückblickend betrachtet, hatte ich aber nicht alles, was es brauchte um glücklich zu sein. Denn ich hatte das Wichtigste vergessen… Und zwar mich! Ich weiß, ich weiß. Das hört sich sehr egoistisch an, aber empfindet nicht jeder das Bedürfnis, beachtet, respektiert und akzeptiert zu werden?

Immer war ich darauf bedacht, die Probleme der anderen zu lösen. Die einen brauchten Geld, die anderen brauchten Hilfe beim Schreiben von Bewerbungen, dann sollte ich im Verein helfen und dort aushelfen.

Abgesehen davon hatte ich immer das Gefühl nirgendwo reinzupassen, denn ich war schon immer irgendwie anders. Das machte mir auch immer sehr zu schaffen. Das Gefühl alleine zu sein überkam mich und ich fühlte mich wie im Hamsterrad. Arbeiten, Uni, Haushalt, lernen, schlafen, arbeiten, Uni, Haushalt, lernen usw.

Irgendwann hörte ich nur noch: „Du musst noch dies machen“. „Wann machst du das?“ „Na toll“. Niemals hörte ich etwas positives. Kein Lob, kein Zuspruch, kein Danke. Natürlich erwartet niemand ein Kniefall. Aber freuen wir uns doch nicht alle über ein bisschen Zuspruch?

Und dann passierte es… ich wollte mein Leben ändern

Mir platzte innerlich der Kragen. Wieso war ich jedem gleichgültig? Wieso war ich niemandem wichtig und wieso wurden meine Bedürfnisse nicht gesehen?

Vielleicht war ich einfach zu unsicher, zu schwach, oder hatte ganz einfach die falschen Freunde und Bekannte. Das werde ich wohl niemals erfahren.

Aber eins stand fest. Ich wollte das alles nicht mehr. Respekt ist ein großes Wort, aber dennoch ist es für mich ein Schlüsselthema im Leben. Egal wer du bist, du verdienst Respekt und einen vernünftigen Umgang, ganz gleich ob Hausmeister oder CEO. Ich wollte mehr wert sein – MIR mehr wert sein. Ich kann mich noch an den Moment erinnern, als ich den Entschluss fasste:

Ich saß auf dem Balkon und rauchte eine Zigarette (ja genau, damals hatte ich dieses Laster noch) und es überkam mich. Wieso sollte ich denn kein schönes Leben verdienen? Wieso sollte ich kein Spaß haben? Und wieso sollte ich nicht glücklich sein dürfen? Ich habe noch so viele Jahre vor mir und die möchte ich nutzen.

Da wurde mir klar: Ich muss mein Leben ändern!

Als ich den Schlussstrich zog

Die darauffolgenden Jahre waren wohl mit die turbulentesten Jahre. Denn bei mir änderte sich alles.

Ich beendete meine alte Beziehung, die schon seit über 5 Jahren lief. Dabei verwirklichte ich auch meinen Traum und zog wieder ins schöne Köln zurück. Dabei stellte sich dann auch heraus, wer meine wahren Freunde waren und die Gelegenheit nutzte ich, um wieder Struktur in meinen Freundeskreis zu bringen.

Zudem wechselte ich auch meine Arbeitsstelle, wobei ich aber durch einen internen Wechsel im Unternehmen blieb. Wie es das Schicksal wollte, fand ich auch meine wahre große Liebe, mit der ich auch kurze Zeit später zusammengezogen bin.

Es hat sich also bei mir alles geändert, was sich auch nur ändern kann. Das Einzigen, die noch geblieben sind, sind meine wunderbaren Schwestern und einzelne Freunde aus der Vergangenheit (wo ich mir auch sicher bin, dass das wirkliche Freunde für´s Leben sind).

Bis heute habe ich keinen einzigen Schritt bereut. 🙂

Ich bin also sehr glücklich, dass ich die Schritte gegangen bin. Denn das hat alles dazu beigetragen, dass ich heute glücklich sein darf. Und dafür bin ich sehr dankbar.

Was möchte ich euch eigentlich damit sagen?

Wieso schreibe ich euch das alles? 🙂

Damals hatte ich immer den Eindruck, dass es bei anderen so leicht ging… also sein Leben zu ändern und glücklich zu sein. Aber das war es keinesfalls. Es hat mich sehr viel Kraft gekostet um aus der Komfortzone zu kommen, denn ich war alles andere, aber nicht entscheidungsfreudig. Ich konnte nie nein sagen und habe vieles mit mir machen lassen, vielleicht auch aus Angst, anderen nicht gerecht zu werden. Dabei wurde ich aber vor allem einer Person nie gerecht, nämlich mir selbst.

Eine innere Stärke und Selbstbewusstsein aufzubauen ist ein Prozess, der lange dauert und auch weh tut. Denn man wird sich bewusst, dass man an sich arbeiten muss. Kritik muss man annehmen, aber auch angemessen ausüben. Noch heute arbeite ich daran. Aber ich kann euch nur sagen, dass es sich lohnt.

Die unangenehme Wahrheit

Egal was es ist. Sei es eine Diät oder ein neuer Lebensabschnitt: Hört auf darüber zu reden. Hört auf, es vor euch herzuschieben. Macht einfach. Ihr habt es in der Hand. Es ist euer Leben und eure Entscheidung. Niemand kann sie euch nehmen.

Aber es gibt eine unangenehme Wahrheit: Niemand wird euch eine Entscheidung abnehmen. Die Verantwortung liegt bei DIR selbst.

Eure Rebecca