Unsere Verantwortung für Andere

Verantwortung für Andere, Dankbarkeit, Erinnerung

Mit diesem Blogpost möchte ich uns alle an etwas erinnern: Wir tragen eine große Verantwortung für Andere und jeden Tag müssen wir uns darauf verlassen, dass auch alle anderen Mitmenschen sich dieser Verantwortung für Andere bewusst sind.

Wie jeden Morgen fahren wir nach Bonn zur Arbeit, doch dieser Tag sollte unser Leben ein Stück weit verändern. Es ist Dienstag, der Himmel ist strahlend blau und die Sonne lacht uns ins Gesicht. Wir haben starkes Gegenlicht von der Sonne. Wie immer wieder mal an dieser Stelle fahren wir auf ein Stauende zu. Unser Wagen befindet sich auf der linken Spur, wo der Verkehr langsam wieder anrollte und sich der Stau auch schon wieder auflöste. Auf der rechten Spur stehen die Autos noch, da viele die kommende Ausfahrt nehmen möchten, um die Autobahn zu verlassen. Ich schaute gedankenversunken zur Frau im kleinen Transporter direkt neben uns auf der rechten Spur und träume leicht vor mich her. Das Nächste, an das ich mich erinnere, ist dass ein Reisebus ungebremst in ihr Auto reinfährt. Und die Frau war auf einmal aus meinem Blickfeld verschwunden…

Es gab einen riesigen Knall, man hört das Glas aufplatzen. Wir spürten die Wucht des Aufpralls, ein Autofenster zersplitterte, Scherben flogen und eine Druckwelle löste sich, die bis in unser Auto spürbar war.

Wir fuhren im nächsten Augenblick auf den Standstreifen hinter der Ausfahrt. Es ging alles so unheimlich schnell. In einer Sekunde spürte ich ein Gefühl der Panik aufsteigen, welches ich zum Glück schnell unter Kontrolle bekam. Und auf einmal wurde ich ganz nüchtern und funktionierte. Was habe ich gerade nur gesehen… Gab es Verletzte? Tote? Habe ich Blut wahrgenommen? Konnten die Insassen aus dem Auto steigen? Es war so schnell gegangen. Ich hatte mein Handy in der Hand, da ich als Beifahrer immer einige Mails lese oder auf Instagram surfe. Ohne Zeit zu verlieren, wählten wir den Notruf: 112.

Was genau war passiert?

Auf der A59 bei Spich ist die Frau im Transporter dem vorfahrendem Auto scheinbar leicht aufgefahren. Das haben wir im jedoch gar nicht mitbekommen. Es schien so leicht gewesen zu sein, dass es im morgendlichen Trubel gar nicht aufgefallen war. Doch dann raste der Bus in das Stauende.

Einen Artikel vom General Anzeiger Bonn findet ihr hier.

Wie ging es weiter?

Im Rückspiegel glaubte ich in einiger Entfernung sehen zu können, dass die Frau benommen war, denn sie bewegte sich langsam. Die Frontscheibe des Busses war komplett kaputt. Mehr konnte ich nicht sehen. Im Nachhinein war ich beeindruckt, dass der Anruf bei der Notrufzentrale bereits beim ersten Freizeichen angenommen wurde und der Herr am anderen Ende der Leitung sehr professionell und zielgerichtet mit mir sprach. Er versprach mir, dass er sofort Hilfe losschickt.

Mehrere Autofahrer und der Fahrer eines LKW mit ausländischem Kennzeichen stiegen aus und waren direkt an der Unfallstelle. Da sich immer wieder Autos am Unfall vorbei schlängelten, trauten wir uns nicht, zurückzusetzen und im Rückwärtsgang die Ausfahrt zu passieren. Im Nachhinein wäre auch niemandem damit geholfen gewesen, wenn wir uns und andere Verkehrsteilnehmer noch in Gefahr gebracht hätten. Mit dem Notruf hatten wir alles uns Mögliche getan.

Ohne ein Gefühl dafür zu haben, wie lange wir noch auf dem Standstreifen mit angeschaltetem Warnblinker standen, fuhren wir irgendwann mit ziemliche weichen Knien und wie in Trance weiter. Im Radio liefen bereits erste Meldungen. Zum Glück kam niemand ums Leben und es gab meines Wissens nach auch keine Schwerverletzten. So ärgerlich Schäden am Fahrzeug auch sein mögen, aber das kann man reparieren oder ersetzen. Wenn jemand ernsthaft zu Schaden kommt oder gar das Leben verliert, das kann niemand reparieren oder heilen. Gott sei Dank sind alle Beteiligten am leben.

Mit ziemlich großer Verspätung erreichten wir unser Ziel, wo wir schon vermisst wurden. Als ich endlich ins Büro kam und meine Kollegen mich schon erwarteten, konnte ich nicht mehr an mich halten und meine Tränen floßen in Strömen. Der ganze Schreck kam in diesem Moment raus, den ich dann bei meinen Kollegen und Freunden rauslassen konnte.

Wir tragen die Verantwortung für Andere

Oft wird gesagt, dass es immer schnell vorbei sein kann oder man das Leben geniessen soll. Aber noch nie wurde es mir so bewusst, wie schnell es in diesem Moment hätte theoretisch vorbei sein können. Mir ist bewusst geworden, dass man zwar selber beeinflussen kann, wie nah man dem Vordermann auffährt, aber nie, wie nah das Auto hinter einem fährt. Und genau das ist auf viele Dinge übertragbar. Wir alle tragen die Verantwortung für das Leben Anderer und sollten viel aufmerksamer sein. Ich möchte gar nicht daran denken, was passiert wäre, wenn Kinder hinten im Auto gesessen hätten, auf das der Bus aufgefahren ist, oder wenn der Bus voll besetzt gewesen wäre (es war den Nachrichten zufolge nur der Fahrer an Bord).

Seid aufmerksamer und geniesst den Moment

Was auch immer alle Unfallbeteiligten abgelenkt hat, bitte seid aufmerksamer. Egal bei welcher Tätigkeit. Beim Autofahren gilt grundsätzlich und ausnahmslos: Finger weg vom Handy und Augen auf die Straße. So schlimm der Vorfall auch gewesen ist, für alle war es scheinbar Glück im Unglück gewesen.

Auch, wenn ich jetzt schon das Leben genieße, so ist mir nochmal bewusst geworden, wie schnell wirklich etwas passieren kann. Wir können nicht alles beeinflussen und müssen uns in vielen Fällen auf andere Menschen verlassen, nämlich dass alle eine gewisse Verantwortung für Andere übernehmen. Diese Situation hat uns auf jeden Fall geprägt und uns sensibilisiert. Ich hoffe, dass ihr sowas niemals live miterleben müsst, weder passiv noch um Himmels Willen aktiv!

Dieser Beitrag soll eine kleine Erinnerung für uns alle sein. Nehmt nichts für selbstverständlich und seid dankbar. Unser aller Zeit hier ist begrenzt. Denkt daran, wenn ihr das nächste Mal mit euren Lieben sprecht… mit euren Freunden, eurer Familie. Und denkt daran, wenn ihr es euch mal wieder selber schwer macht, wenn ihr euch über irgendetwas ärgert, was eigentlich unwichtig ist, oder wenn ihr euch mit irgendjemandem über etwas nichtiges streitet. In den meisten Fällen werdet ihr sehen: Es ist alles halb so wild 🙂

Eure Rebecca

Body Shaming – Leider immer noch ein ständiger Begleiter

Body Shaming. Dieser Begriff ist so präsent wie noch nie und bedeutet Menschen, vor allem Frauen, aufgrund ihrer Körperformen abzuwerten und zu beleidigen. Häufig assoziieren wir diesen Begriff mit übergewichtigen Menschen (auch Fat Shaming genannt).

Body Shaming im echten Leben

Vorab ist mir noch wichtig klarzustellen, dass ich mich nicht auf die vermeintlich perfekte Welt auf Instagram beziehe, sondern auf die Realität und auf die Erfahrungen, die ich in den letzten Jahren gemacht habe.

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Body Shaming bei schlanken Frauen

Denn Body Shaming trifft auch auf schlanke oder dünne Menschen (Skinny Shaming genannt) zu. Egal, ob sie einfach nur genetisch dünn veranlagt sind, Sport treiben, sich gesund ernähren oder vielleicht sogar auch krankheitsbedingt dünn sind (z.B. aufgrund der Schilddrüse).

Seit Beginn meiner Pubertät gehört Body Shaming für mich zum Alltag. Ständig höre ich Sätze oder Wörter wie „Du isst doch gar nichts“, „Du bist viel zu trainiert“, „Klappergestell“ oder „An dir ist ja nichts dran“.

Aber auch Sätze wie „Du bist zu klein“ , “ Du bist zu dick“ , „Du bist zu dunkel“ habe ich auch schon gesagt bekommen. Da frage ich mich nur:“ Geht’s noch???

Ja, ich bin schlank, aber auch trainiert. In meinem Fitness Diary berichte ich in ein bis zwei Monatsabschnitten über meinen Fortschritt. Gesundheit ist mir sehr wichtig. Und das ist der Schwerpunkt. Ich schaue nicht hauptsächlich auf die Körperform, sondern auf die Gesundheit. Abgesehen davon bin ich auch mit dem Rest von meinem Körper sehr zufrieden.

Und trotzdem bin ich oft damit beschäftigt, mich für meine Figur oder Größe oder auch meinem Typ rechtfertigen zu müssen. Immer wieder muss ich unter Anderem klarstellen, dass ich ganz normal drei Mahlzeiten ( gerne auch Pasta und Eis) und auch mal Snacks zwischendurch zu mir nehme und dass ich einfach ein aktiver Mensch bin, der gerne Sport macht. Nun ja, selbst an meinem Typ und meiner Größe könnte ich auch nichts ändern….wenn ich wollte.

Es ist verletzend……

Letztens bekam ich eine Nachricht, die wie folgt lautete:

„Hey Beccy du dürres Ding. Wir müssen uns mal unbedingt wieder sehen.“

Ja es ist verletzend. Und wieso ist es in Ordnung, Frauen zu sagen, dass sie dürr sind? Ich fühle mich schlecht. Es fühlt sich so an, dass es nicht in Ordnung ist, so zu sein, wie man eben ist.

Eine Freundin erzählte mir vor einiger Zeit, dass sie auch unter Body Shaming leidet und zwar, weil sie anscheinend mit über 1,95 m zu groß ist. Für ihre Größe!!! Wieso???

Sind wir etwa mit unserem Körper nichts wert?

Sätze wie „Echte Männer stehen auf Frauen mit Kurven“ haben tatsächlich Gewicht. Denn solche Sätze suggerieren, dass  schlanke Frauen nichts Wert sein sollen.

Ist es nicht vollkommen egal, worauf die Männer angeblich stehen und was sie denken?

Schließlich geht es hier um uns und unseren Körper und wir sollten uns in unserem Körper wohl fühlen und das ist die Hauptsache.

Natürlich ist es auch nicht in Ordnung, anderen Frauen zu sagen, dass sie zu dick sind. Oder zu klein, oder was auch immer… Wieso nehmen sich manche Menschen das Recht raus, so dermaßen abfällig über andere zu urteilen? Ich habe eigentlich nur eine Antwort darauf: Aus Unsicherheit oder Bösartigkeit. Haltet euch fern von solchen Menschen, denn sie werden euch alle Freude und positive Energie stehlen.

Body Positivity für alle!!!

Gerade wenn es um Fat Shaming geht, wird oft gesagt, dass jeder schön ist. Wieso also auch nicht für große, kleine, dicke, dünne, trainierte, untrainierte, breite, schmale Frauen? Das aller aller wichtigste ist, dass wir uns in unserer Haut wohl fühlen und dabei ist es so unwichtig, wie die Zahl auf der Waage aussieht (sofern alles in einem gesunden Rahmen bleibt).

Habt ihr auch schon Erfahrung mit Body Shaming gemacht? Wie geht ihr damit um?

Schreibt gerne in die Kommentare. 🙂

Eure Beccy

Fünf Jahre ohne dich – und doch bist du nie weg

Brief an Papa

Es sind nun genau 5 Jahre her. Der Tag an dem Gott beschlossen hat, seinen Engel zurückzuholen.

Als wäre es gestern gewesen, dass ich auf deiner Beerdigung vor deinem aufgebahrten Sarg stand und immer noch nicht realisieren konnte, dass du gegangen bist. Denn dieser Mensch, der da lag, warst nicht du. Er sah ganz anders aus. Hatte vielleicht nur ein bisschen Ähnlichkeit mit dir. Aber es hätte auch jemand anders sein können. Erst, als ich deinen Namen auf deinem Grabstein las, musste ich mich damit abfinden, dass es doch du warst.

Noch heute höre ich manchmal deine Stimme, als würdest du neben mir stehen.  Dann sagst du etwas zu mir, wie:

„Rebecca, sei stark“

„Du schaffst das“

„Ich bin immer bei dir“

Auch, wenn du nun an einem besseren Ort bist, überkommen mich immer wieder viele verschiedene Emotionen wie Wut, Trauer und Glück.

Wut, weil du so früh gehen musstest und ich als jüngste Tochter die wenigste Zeit mit dir hatte.

Und Glück, weil ich manchmal an lustige Szenen denken muss. Was haben wir viel gelacht und schöne Erlebnisse gehabt.

Aber vor allem Trauer. Ich hätte gerne noch so viel Zeit mit dir gehabt. Wäre gerne mit dir gereist und hätte gerne öfters mit dir gekocht. Und die Trauer hat mit den letzten 5 Jahren nicht nachgelassen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass es eher noch etwas schlimmer wird.

Denn du wirst mich niemals zum Altar bringen können….

Du wirst mich nie im weißen Kleid sehen….

Und du wirst auch niemals deine Enkel kennenlernen….

Mit diesen Gedanken, kommen mir auch heute noch die Tränen hoch. Gerne hätte ich mit dir noch so viele schöne Dinge geteilt.

Doch dann sprichst du wieder zu mir und sagst, dass du immer bei mir bist. Und es stimmt. Du bist immer bei mir. Ich bin mir sicher, dass du immer auf mich aufpasst und deine Hand schützend über mich hältst. In guten Zeiten schaust du zufrieden zu und in schweren Zeiten schickst du die Kraft, diese durchzustehen.

Ich kann nur sagen, dass ich stolz bin, deine Tochter zu sein und deinen Namen zu tragen und hoffe, dass du auch so stolz auf mich bist. Und ich bin sicher, dass wir uns wieder sehen, irgendwann und irgendwo an einem anderen Ort. Da bin ich mir ganz sicher.

Deine Tochter

Rebecca

 

Wie ich lernte, mit meinem größten Makel zu leben

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Ein komischer Titel oder? Eigentlich bin ich immer relativ selbstbewusst, nehme mich so, wie ich bin und mag mich auch mit all meinen Makeln und Eigenarten. In einer meiner letzten Beiträge habe ich mich auch mit dem Thema befasst, wie es ist, sich anders zu fühlen. Jedoch kommt es auch mal vor, dass ich sehr selbstkritisch bin. Doch was ist nun genau der Anlass von diesem Beitrag?

Womit genau war/bin ich unzufrieden?

Normalerweise ist es in der Theorie ganz einfach: Es gibt etwas, was einen stört, man ändert es (meist mit sehr viel Kraft und Energie) und fühlt sich danach gut, oder man ändert es aus welchen Gründen auch immer nicht, sollte dann aber auch aufhören, sich darüber zu ärgern.

Manches kann man aber eben nicht aus eigener Kraft ändern, egal was man anstellt. Es gab eine Sache, mit der ich schon immer sehr unzufrieden war: meine Zähne. Nicht nur, dass ich einen sehr starken Überbiss hatte, sondern auch, dass ich dadurch meinen Mund gar nicht richtig schließen konnte und Probleme mit der Kiefermuskulatur bekam.

Ich habe einige Makel (egal ob äußerliche oder innerliche) und mit denen hatte ich niemals ein Problem. Ganz im Gegenteil: Menschen, die ihre Ecken und Kanten zeigen, finde ich toll, denn sein wir doch mal ehrlich – echte Perfektion ist irgendwie langweilig, oder? Naja… nur das Problem mit den Zähnen war etwas, womit ich mich doch sehr schwer tat. Zumal ich hier auch tatsächlich Einschränkungen auf mich nehmen musste (wie z.B., dass sich der Mund nicht entspannt schließen lies und ich deshalb ständig Kopfschmerzen hatte).

Was tat ich und was erhoffte ich mir davon?

Gefühlt nahm ich um mich herum nur Menschen mit perfekten Zähnen wahr. Und irgendwann kam der Punkt, dass ich mich dazu entschied, eine Zahnspange zu tragen. Da ich aber keine sichtbare wollte, wählte ich die Schienen von Invisalign – unsichtbare Schienen, die man 20 -22 Stunden trug.

Hört sich erstmal easy an, aber wenn man dann realisiert, wie sehr das den Alltag bestimmt, war es schon eine große Herausforderung. Spontanes Essen gehen, gemeinsames grillen oder feiern gehen gestaltet sich dann schon schwierig, wenn man mit den Schienen nur Wasser trinken darf und man am Tag die Schienen nur 4 Stunden ablegen darf (was in der Praxis nicht gerade viel ist). Dazu kam, dass der ganze Spaß auch nicht gerade günstig war. All das nahm ich auf mich. Denn endlich wollte ich gerade Zähne, keine Kopfschmerzen und Muskelkrämpfe mehr und erhoffte mir natürlich auch ein ästhetisch tolles Ergebnis. Ich verbiss mich in mein Ziel, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Ein tolles Lächeln zu haben war mein absoluter Traum und ich hätte alles dafür getan. Und das tat ich auch. Ganze zwei Jahre habe ich es durchgezogen. Glaubt mir, das war kein Zuckerschlecken…

Nach der Behandlung – für mich brach eine Welt zusammen

Es kam der Tag an dem ich mich dem Ende der Behandlung näherte. Mein Kieferorthopäde glich die vorgefertigte Simulation mit dem tatsächlichen Ergebnis ab. Er sagte mir, dass meine Zähne nun gerade sind. Bis auf zwei kleine Stellen, was so gut wie gar nicht auffällt. Wenn ich wollte, könnte ich die Behandlung weiterführen, würde aber natürlich wieder kosten, weil der ganze Prozess von vorne anfängt. Er sei aber zufrieden und wichtig wäre, dass ich es auch bin. Medizinisch war auf jeden Fall nun alles bestens.

Zunächst war ich überhaupt nicht zufrieden. Für mich waren die Zähne nicht so gerade wie ich es wollte (oder vielleicht doch?). Wieso sah es mal wieder bei mir anders aus, als bei dem ganzen anderen Rest der Welt… ? Alles was ich wollte, waren gerade, schöne Zähne und ich hatte soviel dafür getan. Ich steigerte mich so sehr in diese Emotion rein, dass ich teilweise sogar anfing zu weinen. Übertrieben meint ihr? Ja, vielleicht. Aber es bedeutete mir so viel und ich hatte nicht das Gefühl, dass überhaupt eine Veränderung im Vergleich zu vorher wahrzunehmen war.

Nach der Enttäuschung kommt dann doch die Freude

Ich machte unzählige Bilder von meinen Zähnen. Von vorne, von der Seite und dann von der anderen Seite. Ich schaute mir stundenlang alte Bilder an und dann schaute ich wieder in den Spiegel. Öffnete meinen Mund und schloss es wieder. Wenn ich wirklich ehrlich mit mir selbst war, konnte ich schon eine deutliche Verbesserung wahrnehmen.

Die größte (und für mich wichtigste) Veränderung war sogar, dass ich endlich meinen Mund schließen konnte, ohne zu verkrampfen. Naja, das, was blieb, waren meine Hasenzähnchen. Die hätte ich gerne weggehabt, also irgendwie anders, ihr wisst schon :-). Aber meine Zähne waren gerade und diese Hasenzähnchen gehören nun mal zu mir. Würde ich das verändern lassen, würde das vermutlich meinen ganzen Typ verändern, und das wollte ich ja irgendwie auch nicht.

Wenn man es also so betrachtet, hatte ich mein Ziel erreicht und konnte doch sehr zufrieden mit mir sein. Mit der Zeit habe ich auch verstanden, dass mein Makel selbst nach dieser aufwendigen Prozedur gar kein Makel ist. Und mittlerweile habe ich auch meine Hasenzähnchen lieb. 😀

Fazit: Haltet euch nicht zu sehr an einem extremen Ideal fest und seid weniger selbstkritisch

Das ist einer meiner größten Schwächen. Wenn ich mir ein Ziel vor Augen geführt habe, dann möchte ich auch immer genau das Ziel erreichen, ohne wenn und aber, GENAU SO wie ich es mir vorgestellt habe :). Ich habe mit der Zeit gar nicht mehr wahrgenommen, dass ich so OK bin, wie ich eben bin. Medizinisch ist jetzt alles in Ordnung. Alle anderen Veränderungen, die ich hätte noch vornehmen können, hätten mich komplett verändert. Ich wäre nicht mehr ich gewesen.

Abgesehen davon, habe ich von Freunden und Familie ehrliches und positives Feedback erhalten. Letztendlich ist man zu sich immer am kritischsten und es ist ein Prozess, sich selber so zu akzeptieren, wie man ist. Und nachdem die letzten Tränen getrocknet sind, kann ich nun wirklich sagen, dass ich zufrieden mit dem Ergebnis und nun auch mit mir selbst im Reinen bin. 🙂

Kennt ihr vielleicht dieses Gefühl, euer Ziel nicht erreicht zu haben, weil ihr an einem Ideal festhaltet, was einfach unrealistisch ist? Seid ihr auch manchmal zu hart zu euch selbst? Schreibt mir doch gerne in die Kommentare. 🙂

Eure Beccy

Nur wenn ich es will – Kampagne zum Weltfrauentag

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Ich denke, es ist an der Zeit aufzustehen und selbstbewusst durchs Leben zu gehen. Wir sollten uns nicht verstecken, uns nicht unterwerfen oder es irgendjemandem Recht machen wollen. Wir sollten die Dinge tun, die wir wollen, vor allem in Sachen, die unseren Körper betreffen, z.B. Sex, Liebe, Kontakte. Mit wem wir schlafen, ausgehen oder uns unterhalten, sollten wir allein bestimmen und uns nicht beeinflussen oder gar bedrängen lassen, ganz nach der Maxime: Nur wenn ich es will.

Wie ihr es aus meinen Beiträgen aus meiner Kolumne kennt, befasse ich mich gerne mit recht persönlichen Themen. Heute geht es um eine Herzensangelegenheit –  um eine Kampagne, die ich sehr gerne unterstütze. Hier geht es um unsere eigene Person und unsere Entscheidungen – nur wenn ich es will! Denn für mich gibt es keine Tabuthemen, vor allem, wenn es um uns Frauen geht.

Dieser Beitrag wird im Rahmen einer Aufklärungskampagne für die Pille Danach unterstützt – pille-danach.de

Nur wenn ich es will – die Kampagne

Die Kampagne #nurwennicheswill wurde von der Pille Danach ins Leben gerufen, damit Mädchen und Frauen bei selbstbestimmten Entscheidungen unterstützt werden. Denn bei „nurwennicheswill“  geht es nicht nur -aber auch- um die Themen Sexualität oder ungewollte Schwangerschaft. Und gerade bei so einer Kampagne können wir gemeinsam Stärke zeigen. 🙂

Wir Frauen haben es in der Tat nicht immer einfach. Jeden Tag stehen wir vor der Herausforderung uns behaupten zu müssen. Am 8.3. ist Weltfrauentag und da ist es doch gar nicht so weit hergeholt, für die eigenen Rechte aufzustehen, sich zu informieren und für die eigenen Entscheidungen stark zu machen. Hier setzt die Kampagne „Nur wenn ich es will“ an.

Die Welt ist noch immer ein von Männern dominierter Ort. Diese Aussage ist zunächst mal für sich genommen faktisch richtig. Oder wie viele Staatschefs, abgesehen von unserer Angie sind Frauen? Auf der anderen Seite auch nicht übermäßig dramatisch. Besonders in der heutigen Zeit und in europäischen Ländern ist die Gleichberechtigung schon weit fortgeschritten – aber da geht noch einiges. 🙂

Ob privat oder im Job, wir Frauen müssen uns oft gegen Männer durchsetzen. Die einen tun es mehr, die anderen weniger. Dabei entstehen hin und wieder Situationen, die irgendwie komisch sind. Viele dieser Situationen, die entweder grenzwertig sind oder sogar eine Grenze bei uns überschreiten, werden oftmals verschwiegen. Das Schlimmste ist aber, dass wir kaum oder sogar gar nicht darüber reden. Speak up! Sprecht mit eurer engsten Freundin oder einer Vertrauensperson. Sie werden euch zuhören, wenn etwas passiert ist, was euch belastet. Doch auch hier gilt in gewisser Weise „Selbst ist die Frau“. Niemand kann euch in den Kopf schauen, deshalb ist es umso wichtiger, dass ihr euch mitteilt. 🙂 Seid mutig und habt (auch wenn es sehr schwer fällt) Vertrauen in eure Vertrauensperson.

Ganz nach dem Motto – nur wenn ich es will.

Dieser Satz bedeutet so viel. Es bedeutet rauszugehen und für sich einzustehen, Dinge zu tun, die man möchte oder auch Dinge nicht zu tun, weil man es eben einfach nicht möchte. Es bedeutet viel mehr Lebensqualität und baut eine innere Stärke und Standhaftigkeit auf, welches sich mit der Zeit auch auf unsere Ausstrahlung und unser Selbstbewusstsein auswirken. Auch ich habe lange Zeit gebraucht, diese Stärke aufzubauen und nun geht es mir so gut wie niemals zuvor. 🙂

Selbstbestimmt zu leben, handeln und zu denken, verlangt einiges von uns ab. Selbstbestimmung heißt auch immer selber zu entscheiden in vielen Situationen, in denen wir es vorgezogen haben, dass das von anderen übernommen wird – Eltern, Freunde, oder im schlimmsten Fall sogar von Fremden. Daher ist es mir so wichtig, darüber zu sprechen.

Mädels – lasst uns einfach das tun, worauf wir Lust haben, denn die Welt steht uns offen! Denkt euch dabei immer: Nur wenn ich es will!

Nur wenn ich es will – manchmal klappt das nicht

Da wir alle nur Menschen sind, passieren auch hin und wieder mal Sachen, die in dieser Form nicht geplant waren. Das ist überhaupt nicht schlimm, denn daraus lernt man bekanntlich. Schlecht wäre es natürlich, wenn man immer wieder in ähnliche Situationen bringt, die man so eigentlich gar nicht haben möchte. 😉

Dazu zählt, dass man auch mal unüberlegt handelt und es zu Sex ohne Verhütung oder zu einer Verhütungspanne kommen kann, wo eine (ungewollte) Schwangerschaft nicht auszuschließen ist. Das ist immer dann der Fall, wenn ihr im Intimbereich mit Sperma in Berührung kommt.

Was nun?

Solche Situationen sind nichts, wofür man sich schämen muss. Dennoch erfordert es solch eine Situation, dass man nun Verantwortung übernimmt – Verantwortung für sich und seinen Körper. Sexuell übertragbare Krankheiten sind nur ein Teil, der definitiv gecheckt werden muss, sollte es zu einem Verhütungsunfall kommen. Eure Gesundheit und die Gesundheit von anderen Menschen ist eines der höchsten Güter, die wir schützen müssen. Lasst euch checken und redet mit eurem Frauenarzt, wenn mal etwas Unvorhergesehenes passiert ist. Dafür wird euch niemand verurteilen, sondern ihr werdet die Hilfe bekommen, die ihr braucht.

Selbstbestimmung mit der Pille Danach

Eines der Szenarien, die man sich ausmalt, wenn es zu ungeschütztem Sex kommt, ist sicherlich die Situation der ungewollten Schwangerschaft. Mit der Pille Danach haben wir Frauen die Möglichkeit zur Selbstbestimmung. Hierbei handelt es sich nicht um eine Abtreibung (wie irrtümlich geglaubt), sondern um eine Verschiebung des Eisprungs um etwa 5 Tage, sodass keine Befruchtung der Eizelle erfolgen kann. Denn diese Zeitspanne entspricht der Überlebenszeit von befruchtungsfähigen Spermien im weiblichen Genitaltrakt.

Fehltritte passieren. Jemand, der noch nie etwas getan hat, was sich hinterher als – sagen wir mal – suboptimal herausgestellt hat, hebe seine Hand. Dennoch ist es auch eine Form der Verantwortung für sich selbst zu bestimmen, ob man schwanger werden möchte und mit welchem Partner wir Kinder kriegen möchten.

Die Pille Danach ist keine Hormonbombe, wie es so oft angenommen wird. Nebenwirkungen der Pille Danach sind meist leicht und klingen von selbst wieder ab.  Zudem ist sie rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Wird sie nachts oder am Wochenende benötigt, so kann der Apotheken-Notdienst eingeschaltet werden. Da ich allerdings weder Apothekerin noch Ärztin bin, solltet ihr euch unbedingt vor Einnahme der Pille Danach informieren lassen. Folgt dazu einfach dem Link und lest euch durch, wie das alles funktioniert. 🙂

Leider wird dieses Thema im Alltag so gut wie gar nicht kommuniziert und deshalb finde ich es umso wichtiger, über das Thema der Pille Danach aufzuklären. Und wann bietet sich das besser an, als am Weltfrauentag, welches für die Rechte und Selbstbestimmung der Frau steht?!  🙂

Lasst Themen wie Gleichberechtigung, Selbstbestimmtheit und Sex kein Tabu sein

Definitiv sollten wir offener über diese Themen sprechen. Lasst uns daher gemeinsam mehr Aufklärung in die Welt streuen. Denn es sind absolut normale und wichtige Themen, welche nicht unter den Teppich gekehrt werden müssen. Ganz im Sinne des Weltfrauentags ist es an der Zeit, selbstbewusst über alles zu reden und schreiben, was uns bewegt. Dazu zählen zum einen Dinge wie Gleichberechtigung am Arbeitsplatz, selbstbewusstes Auftreten bei ungewollten Anmach-Versuchen im Club aber auch schöne Themen wie Liebe, Sex und Partnerschaft. 🙂

Meine Mission ist zum einen, mehr für das Thema Selbstbestimmtheit zu werben, aber auch über die Pille Danach zu schreiben. Kanntet ihr die Pille Danach schon und war euch die Wirkungsweise bewusst? Ich habe doch noch das ein oder andere erfahren, was ich vorher noch nicht so konkret wusste.

Was habt ihr letztens gemacht, einfach nur weil ihr es wolltet? 🙂

Auf eure Kommentare bin ich schon besonders gespannt. 🙂

Eure Rebecca

 

*Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Cohne&Wolfe

Dieses Gefühl, irgendwie anders zu sein

In letzter Zeit war es wieder da. Und es taucht auch immer wieder mal auf. Dieses blöde Gefühl, dass einem deutlich macht, wie anders man doch anscheinend ist. Oder vielleicht auch nicht? Ich möchte mit euch meine Gedanken zum Thema „anders sein“ teilen, vielleicht geht es ja dem einen oder anderen auch so (oder anders 🙂 )?

Meistens kommen diese Gedanken durch eine immer wieder ähnliche Situation. Man stößt als Neuling auf eine meist langjährig bestehende Gruppe und fangen direkt unbewusst an, die Gruppe zu analysieren, zu verstehen, wer welche Rolle hat und versuchen, die Muster und Verhaltensweisen zu erkennen.

Da jeder von uns das Bedürfnis hat, irgendwie dazuzugehören und gemocht zu werden, versuchen wir uns anzupassen, indem wir unsere Verhaltensweisen ändern – indem wir uns schlicht und ergreifend irgendwie anders und nicht natürlich verhalten. Das kann bei jedem Menschen anders sein. Wo z.B. die einen sich eher ziehen als Beobachter zurückziehen, wählen die anderen den allseits bekannten „Angriff nach vorne“.

Auch ich kann mich natürlich nicht davon frei sprechen. Akzeptiert zu werden gibt mir eben ein schönes Gefühl und steigert mein Selbstbewusstsein. Allerdings habe ich auch für mich erkannt, dass man nicht überall akzeptiert werden kann und vor allem muss.

Unbedingt akzeptiert werden zu wollen, hat definitiv negative Seiten

Wenn der Wunsch nach Zugehörigkeit zu groß wird, kann es schnell passieren, dass wir uns selbst vergessen. Wir fangen an uns zu verstellen oder unsere Bedürfnisse zu weit zurückzustellen. Und genau an dieser Stelle sollten wir die Reißleine ziehen und einen Schnitt machen. Anders ausgedrückt: Wenn ich nicht ich selber sein kann, damit ich akzeptiert werden, wer soll ich dann sein? Ich kann niemals jemand anderes sein als ich selbst. Es klingt vielleicht auf den ersten Blick etwas seltsam, aber ich bin genug. Und du bist auch genug. Perfektion ist hier eine Illusion, jeder hat mit irgendwelchen Dämonen zu kämpfen. Jeder hat Ängste und jeder hat Makel. Doch sind wir uns darüber bewusst, dass es nun mal zu uns dazugehört und wir unsere Makel wirklich von ganzem Herzen akzeptieren, werden sie nie wieder gegen uns verwendet werden können.

Natürlich ist es schön, Bestandteil einer festen Gruppe zu sein, aber ist es vielleicht nicht so, dass das wahre Selbstbewusstsein von Innen kommt? Das lässt sich einfach sagen oder in dieser Kolumne so easy schreiben, aber bitte versteht mich nicht falsch. Sich selbst zu mögen, zu akzeptieren und mit den eigenen Stärken und Schwächen umzugehen, erfordert viel Mut. Anstatt immer auf Andere zu schauen, lege ich zunächst meinen Blick auf mich selbst und versuche, mich selber zu verstehen. Warum handle ich gerade so? Wieso nimmt mich diese Situation so mit? Habe ich die Möglichkeit, etwas zu ändern oder muss ich mich mit den Umständen arrangieren?

Es ist nicht schlimm, anders zu sein

Ich persönlich habe lange nach mir selber gesucht. Immer hatte ich das Gefühl anders zu sein und nirgendwo dazu zu gehören. Wobei ich heute weiß, dass es irgendwie auch so ist.. zumindest die Sache mit dem anders sein. Der Unterschied ist aber, dass ich früher damit zu kämpfen hatte, jedoch heute stolz darauf bin. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich jemanden an meiner Seite habe, der mich so akzeptiert wie ich bin und mich auch so sein lässt, wie ich nun mal bin. Mit all meinen Macken und Eigenarten. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir gemeinsam anders sein können. Vor allem wenn niemand zusieht. 🙂

Die Sache mit der Freiheit

Aber es war auch ein langer Prozess, den ich mit mir selber geführt habe. Heute habe ich ein ziemlich starkes Selbstwertgefühl und es war schwer, sich das selber zu erarbeiten. Ich kenne so viele verschiedene Menschen und habe Freunde verschiedenster Art. Mit Einigen habe ich eher eine oberflächlichere und mit anderen eine viel tiefere Bindung. Auch wenn ich lieber eine tiefere Bindung zu meinen Freunden und Bekannten habe, so habe ich für mich erkannt, dass es auch okay ist, wenn ich nicht die Bezugsperson Nr. 1 für alle Freunde bin. Auf der anderen Seite können sich meine Freunde sicher sein, dass ich zu 100% für sie da bin, wenn sie mich brauchen. Es ist eine Frage der Freiheit, die man sich selbst, aber auch anderen gibt. Wenn man etwas zu sehr will, zu verbissen oder verkrampft an die Sache herangeht, wird man in der Regel eher verlieren als gewinnen. Deshalb seid stolz darauf, wenn eure Freunde euch ins Vertrauen ziehen und respektiert auf der anderen Seite auch, wenn es gerade für sie eben nicht passt, mit dir über ein bestimmtes Anliegen zu sprechen.

Anstatt auf der Suche nach Anerkennung und Bestätigung von anderen zu sein, sollten wir stolz auf die Person sein, die wir sind. Macht euch frei von diesem Wahnsinn, allen und jedem gefallen zu müssen. Deshalb hier mein Appell an euch: Seid crazy, seid anders als die Anderen, seid ihr selbst. Echte Freunde werden bleiben und neue Freunde vielleicht aus einer Ecke kommen, die ihr nie für möglich gehalten hättet. 🙂

Es ist okay, einfach nur anders zu sein

Heute kann ich wirklich sagen, dass mir das alles kaum noch etwas ausmacht. Manchmal ertappe ich mich dabei, wie dieses Bedürfnis auftaucht, dazu zu gehören, aber es ist nicht mehr so stark, dass ich mich dafür verstelle. Das tolle an einem starken Selbstwertgefühl ist, dass mir die Wertung meiner Mitmenschen über mich nicht mehr so wichtig ist. Das macht eine Party oder ein Event doch noch viel lustiger, oder nicht? Vielleicht hat man in dem Moment gewonnen, in dem man einfach sein Ding macht und nicht so viel darüber nachdenkt. Entweder die Leute mögen es oder nicht, aber dafür ist man selber zu 100% echt. 😀

Seit ich hier irgendwie meinen inneren Frieden gefunden habe, geht es mir auch viel besser. Zudem nehme ich auch wahr, dass viele Menschen ganz anders auf mich zukommen und gerne Zeit mit mir verbringen. 🙂 Schaut dazu auch gerne mal in meinen Beitrag aus dem letzten Jahr – so fing quasi alles an.

Nur Mut, denn jeder ist anders

Wenn man mal darüber nachdenkt: Jeder ist doch irgendwie anders – oder anders ausgedrückt: einzigartig. Wenn ihr also beim nächsten Mal wieder dieses Gefühl wahrnehmt oder eine neue Person in euer Leben tritt, so denkt immer daran: Ihr seid wundervoll wie ihr seid. Eure Makel und Schrulligkeiten machen euch letztendlich aus und vielleicht ist es ja auch genau das, dass euer Gegenüber so gut an euch findet. Macht euch frei von Zwängen, seid mutig und einzigartig aber gebt im gleichen Zuge auch den anderen die Freiheit, die sie brauchen, um sie selbst zu sein. 🙂

Eure Rebecca

 

Digital Detox: Meine Blog- und Instagramabstinenz

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Wie euch vielleicht vor einiger Zeit aufgefallen ist, war ich auf Instagram fast zwei Wochen so gut wie gar nicht online. Wenn man bedenkt, dass man in der Regel am Tag zwischen ein und drei Bildern postet, war das doch eine recht lange Zeit. Auf meinem Blog war dementsprechend auch nichts los. Doch dieses Digital Detox Treatment brauchte ich mal…

Was war los bei Rebecca García?

Hmm, gute Frage. Die lässt sich auch kurz und knapp beantworten. Ich hatte einfach keine große Lust. Ja genau. Ich hatte keine Lust und war müde. Ich weiß auch nicht genau was los war, aber vielleicht habt auch ihr schon mal so eine Zeit durchgemacht, wo euch alles zu viel wurde und man sich am liebsten nur noch unter einer Decke mit einem Tee verkrochen hätte. Zeit für Social- und Digital Detox 🙁

Wie viele von euch wissen, habe ich nicht nur einen Vollzeit-Job, der mich sehr fordert, sondern studiere auch noch berufsbegleitend, also 2-3 mal Abends und Samstags. Wenn ich also Freizeit habe (und das ist leider nicht so viel, wie es vielleicht manchmal auf Social Media aussieht), kümmere ich mich um meinen Blog, Instagram, geh ins Fitnessstudio und verabrede mich mit meinen Freunden. Glaubt mir, das ist ohne ein vernünftiges Zeitmanagement nicht möglich und kostet auch manchmal viel Kraft, dann doch noch die Stunde Cardio zu machen, die ich mir vorgenommen habe.

Was Instagram mit mir gemacht hat

Vielleicht lag es daran, dass auf meinem Instagramaccount seit Wochen kein Fortschritt zu erkennen ist. Obwohl der Großteil meine Bilder mit meiner Kamera gemacht werden und somit eine gewisse Qualität mit sich bringen, sieht man sogar ein Like,- und Followerrückgang, obwohl die Anzahl der Kommentare unter meinen Bildern steigen. Wieso das ganze so passiert, kann mir jedoch keiner erklären.

Folglich machte ich mir immer mehr Gedanken. „Mögen meine Follower meine Bilder nicht mehr?“, „Sind meine Bilder zu langweilig?“, „Poste ich zu wenig?“.

Also setze ich mich unter Druck und über den ganzen Tag lief in meinem Hinterkopf nur noch die Frage, was ich auf Instagram besser machen könnte oder welche ausgefallenen Outfits ich shooten könnte. Und wenn man betrachtet, dass man eigentlich noch ein Berufs- und Privatleben hat (s.o.), dann ist das doch mehr schlecht als recht.

Und das wollte ich nicht mehr.

Meine Digital Detox Kur war nicht geplant

Einfach nichts mehr zu posten, war überhaupt nicht geplant. Das vorerst letzte Bild was ich postete, war in einem Café. Und danach passierte einfach nichts mehr, bedingt durch die starke Belastung von Job und Studium.

Ich dachte einfach nicht mehr drüber nach. Ich ging meiner Arbeit nach, bereitete mich auf meine baldige Klausur vor und ging ins Fitnessstudio. Meine volle Aufmerksamkeit widmete ich meinem „Reallife“.

Es vergingen 12 Tage und in diesen 12 Tagen ergab sich keine Gelegenheit für ein Bild und dazu nahm ich mir die Freiheit am Wochenende nicht zu shooten. In dieser Zeit fand ich raus, dass es nicht stimmte, dass ich gar keine Lust mehr auf Instagram und meinen Blog hatte und dass mir dieses digital Detox sogar ganz gut tat. Was mit dabei bewusst wurde: Ich machte mir einfach immer so einen Druck, hochwertigen und interessanten Content zu produzieren. In Massenproduktion ein Bild oder Blogpost nach dem Anderen abzuhaken….das wollte ich nicht mehr. Mehr Zeit und Ruhe, dass ist alles was ich möchte. Man sagt ja nicht umsonst: „In der Ruhe liegt die Kraft“.

Die Konsequenz für Instagram/ Blog und eure Reaktionen

Nach 12 langen Tagen digital Detox hatte ich wieder genug Kraft und Ideen getankt. Auf Instagram postete ich wieder ein Bild. Und es war ein ganz einfaches Spiegel-Selfie. Im Gegenzug was viele andere posten doch sehr schlicht. 😉

Und eure Reaktionen auf den Text, den ich euch unter meinem Bild schrieb, fand ich einmalig. In diesem Sinne möchte ich mich bei euch bedanken:

„Kenne das sehr gut! Mir geht’s gerade auch so. Finde es aber dann vollkommen ok einfach mal „nichts“ zu posten. Man hat ja auch noch ein Leben außerhalb von Insta “

„Ich finde das vollkommen okay jeder sollte das tun, wobei er sich gut fühlt. Und wenn du eben eine Pause brauchst, dann nimm sie dir nicht so hochwertige Bilder finde ich auch viel persönlicher, weil eben nicht alles gestellt ist und im Leben ist eben auch nicht alles so perfekt, also wieso perfekte Bilder ‍“

„Soo schön meine Liebe Ich finde man muss nicht immer unbedingt nach dem perfekten Bild suchen ! Manchmal sind es die Bilder in denen vielleicht nicht alles stimmt, man perfekt gestylt ist und sich hübsch macht, die am sympathischsten und am persönlichsten sind Und du siehst toll aus „

Ich bin so überwältigt. Eure Reaktionen waren so lieb und haben mir gezeigt, dass nicht jedes Bild perfekt sein muss und ihr sie trotzdem mögt. 🙂

Daher habe ich mir vorgenommen, mich nicht mehr so unter Druck zu setzen, mich mehr zu entspannen und einfach mal öfter ein „echtes“ ein Selfie zu posten, ganz ohne Hintergedanken. 🙂

Außerdem habe ich wirklich für mich herausgefunden, dass die Kolumne auf meinem Blog einen wirklich schönen Nebeneffekt hat: Hier kann ich mir auch mal was von der Seele schreiben… quasi ein mentaler Reinigungsprozess. Es hilft mir nicht nur dabei, meine Gedanken, Gefühle und Erlebnisse besser zu strukturieren und zu bewältigen, ich merke einen echten Zugewinn für meinen Seelenfrieden (ok, klingt etwas esoterisch, aber ihr wisst schon was ich meine 🙂 )

Wie sieht es bei euch aus? Gönnt ihr euch auch mal eine Auszeit, wenn ihr merkt, dass euch alles zu viel wird? Wie lange ist euer letzter Digital Detox her oder vielleicht wollt ihr es nach meinem Post mal ausprobieren? Schreibt mir eure Erfahrungen 🙂

Ich danke euch für eure Unterstützung. Das bedeutet mir sehr viel. <3

Eure Rebecca

Die Wahrheit über das Leben als Blogger

Als Blogger erlebt man wirklich viele schöne, aber auch nicht so schöne Situationen. In dieser Kolumne geht es um die Wahrheit über das Leben als Blogger 🙂

Lange habe ich versucht, so einen Beitrag vor mir her zu schieben. Denn es gibt schon so viele tolle Beiträge von anderen Bloggern, die darüber berichten, was die Tätigkeit eines Bloggers alles umfasst und dass wir ernster genommen werden sollten.

Doch die jüngsten Ereignisse brachten mich dazu, diesen Beitrag zu schreiben und auch einen kleinen Einblick zu geben, wie man eigentlich als Blogger von der „normalen“ Gesellschaft wahrgenommen wird.

Stereotyp: Blogger

„Ach, die hat doch reiche Eltern, wirft mit der Kohle um sich und kann so ihre Möchtegern-Karriere als Bloggerin finanzieren…Hauptsache möglichst viele Bilder mit teuren Taschen, Uhren, Autos, Häusern, Wohnungen, Parties, Flugzeugen, Yachten…alles nur Angeberei“

Zugegeben, solche Blogger gibt es auch 🙂 Aber ich würde mal behaupten, dass mehr als 99% der Blogger einfach Lust haben, mit euch über ein oder mehrere Themen zu sprechen, sei es jetzt Mode, Beauty aber auch Wohnen, praktische Tipps für den Alltag oder vielleicht sogar Spiritualität. Es geht um Inspiration, Lebensfreude und Authentizität. Und um das Teilen von Positivem 🙂 Das ist doch etwas ganz wunderbares, oder?

Manche Menschen denken nicht nach, bevor sie (über Blogger) urteilen

Ich habe schon oft mitbekommen, wie achtlos und vorschnell über Blogger geurteilt wird. Sätze wie „Die denken auch, die wären etwas besonderes“, „Die bekommen doch alles nur geschenkt“ oder „Das ist doch keine Leistung, mal ein paar Bilder zu machen“ fallen leider noch ziemlich häufig… Das finde ich sehr schade.

Hier mal ein Beispiel:

Ich erhielt demletzt ein Kompliment für meine Wimpernextensions (welche Teil einer Kooperation waren, und die ich auch entsprechend getestet und präsentiert habe). Darüber freute ich mich sehr. Eines jedoch, hat mich wirklich sehr verletzt. Ehe ich mich bedanken konnte, fiel der Spruch einer anderen Person:

„Ja, dafür hat sie sich ja auch prostituiert.“

Nicht nur, dass ich als Person beleidigt wurde, ich wurde also auch dafür an den Pranger gestellt, dass ich für eine Dienstleistung, wie jeder andere auch, eine Vergütung erhalten habe.

Blogger sind eine Projektionsfläche für alle Unzufriedenen

Auch, wenn der Spruch vermeintlich cool oder lustig sein sollte, so hat er mich schlicht und einfach nur verletzt. Das Einzige, was von der anderen Person damit erreicht wurde, ist, dass ich mich schlecht fühlte. Ob das damit beabsichtigt war, möchte ich ehrlich gesagt gar nicht wissen, denn das würde mich nur noch trauriger stimmen.

Leider fallen immer wieder ähnliche Sprüche oder leider habe ich das „Glück“, solche Sprüche immer wieder mitzubekommen. Mittlerweile habe ich kaum noch Lust, an bestimmten Orten zu shooten. Denn entweder fallen viele plumpe Sprüche, die gar nicht gehen, oder es wird ins Bild gesprungen, was nach dem 15. Mal nicht mehr ganz so lustig ist. Nur, weil man auf dem ersten Blick nichts damit anfangen kann, heißt das nicht, dass es etwas Schlechtes ist. Es ist vielmehr ein Zeichen von starker Ignoranz, wenn über etwas geurteilt wird, was man gar nicht wirklich kennt oder versteht.

Ich werte es mittlerweile als Versuch, die eigene Unzufriedenheit zu überdecken, indem man andere schlecht macht oder negativ redet. Doch anstelle etwas Positives zu sagen oder zu denken, vergiften sich diese Menschen nur selber ihre eigenen Gedanken. Das ist doch total schade, oder? Ich glaube an Karma und an die Kraft von positiven Gedanken. Probiert es gerne selber mal aus und versucht, einen ganzen Tag nur positive Gedanken zuzulassen und euren Mitmenschen zu sagen, was besonders gut ist an ihnen oder was sie besonders toll machen. Ihr werdet überrascht sein, wie sich eure eigene Wahrnehmung auf einmal ändern kann.

Hinter einem Blog steckt mehr, als alles nur geschenkt zu bekommen

Einen Blog zu führen bedeutet mehr, als einfach mal schnell ein Bild zu machen und hochzuladen. Ich als Blogger überlege und befasse mich intensiv mit Themen und versuchen eine Geschichte schön mit qualitativ hochwertigen Bildern zu untermauern.

Auch wenn man in der Außenwirkung vermeintlich so viel „geschenkt“ bekommt, so kann ich euch nur sagen, dass es definitiv nicht geschenkt ist, denn ich erbringe eine umfangreiche Gegenleistung dafür. Hinter jedem Produkt und hinter jeder Dienstleistung stecken sehr viele Arbeitsstunden und Vorleistungen. Denn man wird ja nicht von heute auf morgen Blogger. Zunächst wird Geld in das Equipment investiert, Zeit wird aufgewendet, um Beiträge zu schreiben, Bilder zu shooten und zu bearbeiten (wofür dann auch mal locker ein Wochenende draufgeht, an denen alle andere Freunde Party machen).

Es dauert Jahre, um sich eine Leserschaft aufzubauen. Ein Beispiel: Beim Friseur bezahlt ihr nicht nur euren Haarschnitt, sondern auch die jahrelange Berufserfahrung, die sich euer Friseur angeeignet hat. So ähnlich ist es auch bei uns Bloggern. Wir schauen uns die Produkte an, testen und präsentieren sie und schreiben Reviews darüber und zeigen sie durch Bilder oder Snaps/Stories.

Blogger machen sich angreifbar

Jeder Beitrag auf meinem Blog ist ein Teil von mir, den ich mit euch und der Öffentlichkeit teile und genau das kostet mich jedes Mal Überwindung. Denn man macht sich auch angreifbar. Ich liebe es zu bloggen, habe Spaß z.B. an der Mode und am Schreiben. Es ist toll, sich mit Themen kritisch auseinandersetzen zu können und Altbekanntes zu hinterfragen und ganz klar, sich auch mit den schönen Dingen des Lebens zu beschäftigen. Und genau deshalb werde und möchte ich mich nicht unterkriegen lassen. Für Kritik bin ich immer gerne offen, jedoch sollte diese auch konstruktiv sein.

Blogger brauchen ein gutes Selbstbewusstsein

Immer wieder kommt es mal vor, dass mich leider (zum Glück nur wenige) Firmen auch nicht ernst nehmen und dementsprechend der Auffassung sind, dass ich mich glücklich schätzen darf, „gratis“ ihre Produkte zu erhalten. Ein Blogpost, fünf Instagram Bilder und ein Youtube-Video dürften ja wohl das Mindeste sein, um die Firma zu repräsentieren. Dass ich dafür viele Stunden, meine Erfahrung und mein Equipment zur Verfügung stelle, um wirklich guten redaktionellen Content und qualitative hochwertige Fotos zu erstellen wird dann schnell mal „vergessen“. Hier hilft eine gesunde Portion Selbstbewusstsein. Natürlich sind das aber nur einige wenige schwarze Schafe, aber die gibt es in jeder Berufssparte.

Außerdem liegt es in der Natur der Sache, dass nicht jeder Leser alles gut findet, was ich mache. Also muss ich auch mit negativen Kommentaren umgehen können. Früher war ich da noch viel unsicherer, aber das hat sich geändert. Mit der Zeit wurde ich immer selbstsicherer und habe mich vom Anspruch verabschiedet, jedem zu gefallen. Man könnte sagen, ich habe mich selber gefunden.

Last but not least: Das Beste am Blogger-Dasein

Auch wenn es immer ein bisschen kitschig klingt, aber die nächsten Zeilen meine ich aus tiefstem Herzen so, wie sie hier stehen. Denn neben den vielen netten und angenehmen Kooperationen seid ihr, meine Leser, wie Luft zum Atmen für mich. Es macht mir soviel Spaß, euch mit meinen Beiträgen zum Nachdenken anzuregen, zu inspirieren oder auch einfach nur zu unterhalten. 🙂 Ich freue mich riesig über jede einzelne Rückmeldung und aus dem ein oder anderen flüchtigen Kontakt kann etwas ganz Wunderbares entstehen, wie ihr auch hier nachlesen könnt.

Vielleicht habe ich es heute geschafft, ein paar Leute dafür zu sensibilisieren, dass auch Blogger nur Menschen sind, sehr sehr sehr viel Zeit und Herzblut investieren und ja… sogar Gefühle haben. 🙂

Was denkt ihr darüber? Wie erlebt ihr Situationen, in denen über Blogger gesprochen werden? Möchtet ihr mehr zu diesem Thema wissen?

Ich freue mich auf eure Kommentare  🙂

Eure Rebecca

Wie Instagram mein Leben bereichert hat

– Werbung, weil Verlinkung –

Instagram. Eine App, die man gleichzeitig liebt und hasst. Vor allem uns Bloggern und Influencern macht sie es uns derzeit doch echt schwer.

Was genau heißt das?

Man liest schon seit längerer Zeit von diesem neuen Algorithmus, der die Sichtbarkeit einschränkt – wie auch immer er funktioniert weiß kein Mensch… Dadurch sinken die Likes und man erlangt kaum bis sogar gar keine neuen Follower. Genau das führt zu Frust, was viele dazu veranlasst, Follower, Likes und sogar Kommentare zu kaufen. Genauer möchte ich gar nicht darauf eingehen. Nicht nur, weil es schon so viele Beiträge dazu gibt, sondern weil es mich auch frustriert. 🙁

Daher habe ich beschlossen, aus der Reihe zu tanzen und einen positiven Beitrag über Instagram zu verfassen. 🙂

Instagram kann auch positiv

Es war im Oktober 2016. Ich war auf einem Event in Köln eingeladen. Wie immer freute ich mich, weil ich zu einem Event eingeladen wurde, aber gleichzeitig ist es auch immer ein kleiner Sprung ins kalte Wasser. Wen werde ich dort antreffen? Werde ich Anschluss finden? Ist dort auch jemand, den ich schon kenne? All diese Gedanken habe ich immer, wenn ich zu einem Event gehe.

Dort stand ich nun, vor einem großen Gebäude in Köln und auf der Suche nach dem richtigen Eingang. Hinten sah ich, wie eine kleine quirlige Brünette ebenfalls auf der Suche war. Ich kann gar nicht mehr sagen, wer wen zuerst angesprochen hat. Innerhalb von Sekunden haben wir uns zusammengetan und konnten erfolgreich die richtige Tür finden. Wie sich herausstellte, war sie auch eine Bloggerin, die über Instagram eingeladen wurde. Die Rede ist von meiner lieben Daria. Wir verbrachten einen tollen Tag in Köln und tauschten auch direkt die Nummern aus. Die Chemie passte einfach sofort. 🙂

Der Anfang einer wunderbaren Freundschaft

Wir waren stets in Kontakt und fuhren schließlich im Januar diesen Jahres zusammen auf die Fashion Week. Wir verbrachten drei anstrengende, aber richtig schöne Tage in Berlin. Noch heute denke ich gerne daran zurück. 🙂

Vor zwei Wochen schließlich fand in Köln wieder ein Event statt, bei dem wir beide eingeladen wurden. Und es stand schon sowas von fest, dass Daria das ganze Wochenende bei uns verbringen würde. Abgesehen vom Event haben wir auch fleißig geshootet. Den ersten Look findet ihr hier. Auf Instastories und Snapchat konntet ihr uns auch das ganze Wochenende begleiten und alles mitverfolgen. 🙂  Mein Freund war sehr tapfer und fotografierte und kutschierte uns durch Köln. 😀

Es war so so schön und dieses Wochenende war schließlich auch der Auslöser, dass ich beschloss, darüber zu schreiben…

Auch, wenn es mit Instagram derzeit sehr anstrengend ist, Erfolge zu erzielen, so kann es auch zwei Menschen, die hunderte Kilometer voneinander entfernt leben, verbinden. Bei uns hat sich eine Freundschaft entwickelt, die ich nicht mehr missen möchte und ich kann es schon kaum erwarten, dass wir uns bald wiedersehen. 🙂

Habt ihr auch solche schönen Erfahrungen gemacht? Wie steht ihr zu Instagram? Wer ist euer Instagram-BFF 🙂 ? Auf eure Kommentare bin ich schon sehr gespannt, wie immer!

Eure Rebecca

 

Wenn du jemandem die Freundschaft kündigen musst

Wir alle kennen diese Art von Freundschaft, die uns unheimlich viel Kraft, Zeit und Muße kostet und sogar negativ beeinflusst und mit runterzieht. Ich nenne das eine toxische, also giftige, Freundschaft.

Auch ich hatte solch eine Person in meinem Umfeld und ich mochte sie. Wir haben uns wirklich viel ausgetauscht und uns gut verstanden, so dachte ich zumindest am Anfang.

Erste Anzeichen einer toxischen Freundschaft

Mit der Zeit stellte ich fest, dass sich etwas verändert hatte. Ich war anders. Ich war auf einmal so pessimistisch und schwermütig, wenn ich über mich, mein Leben und meinen Platz in der Welt nachdachte. Es fiel mir schwer, mich über meine Erfolge zu freuen, denn ich nahm sie für ganz selbstverständlich. Alles Positive um mich herum verlor zunehmend an Bedeutung und ich fokussierte mich besonders auf Negatives, Misserfolge und Enttäuschungen. Das Schlimmste daran war, dass es wirklich leicht war, mich von diesen negativen Gefühlen leiten zu lassen und mich immer weiter hineinzusteigern. Ich hatte mein Lachen und meine Unbeschwertheit fast vollkommen verloren.

Doch so bin ich eigentlich gar nicht und ich wollte auch niemals so sein. Viele Menschen in meinem Umfeld sprachen mich an, ob alles ok sei und ob sie mir irgendwie helfen könnten. Auf meine Frage, warum sie der Meinung waren, mich unterstützen zu müssen, sagten sie mir viele Freunde und Bekannte unabhängig voneinander: „Du siehst in letzter Zeit so traurig und deprimiert aus“. Also begann ich über mich selbst nachzudenken und zu reflektieren, um herauszufinden, wo diese negativen Gedanken auf einmal hergekommen waren. Ich überlegte, was sich in meinem Leben verändert hat, welche prägenden Ereignisse aufgetreten waren und auch, welche Freundschaft ich in letzter Zeit geschlossen hatte. Es musste etwas geschehen, oder ich würde mich selbst verlieren.

Die bittere Wahrheit

Mit der Zeit fiel mir auf, dass es an dir liegen könnte. Ich beobachtete dich nun genauer und hörte genauer hin. Dabei wurde mir bewusst, dass du so gut wie nichts positives zu sagen hattest. Du hast dich nur selber bemitleidet, warst unzufrieden mit Gott und der Welt obwohl dir deiner Meinung nach doch alle für deine bloße Anwesenheit dankbar sein sollten. Ich hörte dir zu. Stundenlang saßen wir bei dir und du sprachst über deine Arbeit,  deine Beziehungen, über aktuelle oder vergangene Freundschaft oder auch über deine Familie. Ich kann mich noch ganz gut an einen Tag erinnern, an dem ich innerhalb von Stunden keine 3 Sätze sprach. Das Wichtigste für dich war nicht, Probleme zu lösen, sondern sie so groß wie nur eben möglich zu machen. Warum? Damit du Aufmerksamkeit und Mitleid bekamst.

Deine extreme Unsicherheit musstest du hinter einer Maske aus vermeintlicher Stärke und Dominanz verstecken. Leider entwickelte sich aus deiner eigenen Unzufriedenheit auch eine Art Missgunst. Selten hörte man von dir etwas Positives, naja eigentlich nie. Vermutlich bist du mit dir unzufrieden oder mit deinem Leben. Vielleicht fehlt dir auch einfach etwas, was du noch nicht weißt. Mir fiel auf, dass dein Menschenbild sehr negativ war. Es ging für dich immer um „besser sein„, „mehr haben„, oder „beliebt sein„. Doch anstelle, dass du einfach du selbst bist und nett und wertschätzend mit deinen Mitmenschen umgehst, hast du meistens nur einen Weg gefunden, dein Bedürfnis nach Anerkennung zu stillen. Das was du wolltest, aber nicht hattest, machtest du schlecht. Ganz gleich, ob jemand im Urlaub war (und du nicht), neue Schuhe hatte (und du nicht) oder einen neuen Job, auf den man jahrelang hingearbeitet hat (und du nicht), fandest du immer einen Punkt, der den anderen die Freude verdarb.

Da würde ich aber heutzutage nicht mehr hinfahren, die beuten doch die Touristen nur aus„, oder „die Schuhe haben mir noch nie gefallen, auch wenn sie angeblich total angesagt sind„, oder „ist dir dieser Job nicht viel zu langweilig? Also ich habe so viel Abwechslung auf der Arbeit…

Getrieben von deiner eigenen Unzufriedenheit musstest du jedes Glück deiner „Freunde“ im Keim ersticken, denn du wolltest dir nicht eingestehen, dass du eigentlich davon träumtest, so zu sein oder so etwas zu erleben wie sie.

Der Kampf mit mir selbst

Ich gebe nicht schnell auf und neige dazu, jedem meine Hilfe anzubieten. Anfangs glaubte ich an dich, glaubte daran, dass es nur eine Phase war und du dich noch fangen wirst. Es kostete mich viel Kraft, zu versuchen, dir gegenüber positiv zu sein und dir deine vermeintlichen Triumphe über andere zu gönnen. Doch es gelang mir kaum. Meine Philosophie war und ist es immer noch, jeden Menschen so anzunehmen und zu akzeptieren wie er ist. Mit allen Ecken und Kanten. Aber es verletzte mich immer wieder, wenn du erneut etwas Negatives zu mir sagtest oder meine kleinen Erfolge und mein Glück schlecht redetest.

Irgendwann wollte und ich konnte ich das nicht mehr. Du hast mir genug Kraft geraubt und mir im Gegenzug nur Negativität und Selbstzweifel beschert.

Zeit zum Abschied

Ich mag keine Abschiede. Niemand möchte sich einfach so von einem Menschen verabschieden, vor allem wenn man an die Anfangszeit zurückdenkt und was man alles gemeinsam erlebt hat. Jedoch haben wir manchmal keine andere Wahl als uns selbst zu schützen. Wenn wir merken, dass uns eine Person einfach nicht gut tut, uns die positive Energie raubt und unsere Gedanken vergiftet, dann ist es wohl leider an der Zeit Abschied zu nehmen. Natürlich ist der Abschied nicht räumlich, sondern emotional gemeint.

Seitdem mich deine Negativität nicht mehr berührt und ich mit unserer Freundschaft abgeschlossen habe, geht es mir deutlich besser und ich kann fühlen, wie neue positive Lebenskraft und Unbeschwertheit durch meinen Körper strömt.

Es tut mir sehr leid für dich, denn niemand sollte sich sein Leben durch seine negative Einstellung unnötig schwer machen.

Die eigene Einstellung verändert alles

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine eigene Einstellung das Leben fundamental verändern kann, egal ob es um Zufriedenheit, Liebe, Familie oder auch Freundschaft geht. Wenn man positiv zum Leben steht, anderen ihr Glück oder ihren Erfolg gönnt und sich auf positive Gedanken fokussiert, dann kommt das zurück. Vielleicht nicht gleich im Moment, aber irgendwann schon. Karma eben. Menschen kommen ganz anders auf dich zu und nehmen dich auch positiver und ausgeglichener wahr. Dazu habe ich auch in diesem Beitrag geschrieben.

Wie ist es bei euch? Kennt ihr auch solche Menschen? Musstet ihr sogar auch mal einen Schlussstrich ziehen, weil es einfach nicht mehr ging? Ich bin schon ganz gespannt auf eure Kommentare.  🙂

Eure Rebecca